Nach dem Katholikentag

Diejenigen, die sich im Laufe der Corona-Pandemie den Kirchgang abgewöhnt haben, kommen nicht mehr wieder, kommentiert Benjamin Leven, Redakteur der „Herder Korrespondenz“. Das habe auch Konsequenzen für kirchliche Großveranstaltungen wie den Katholikentag.

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Firmung 2022

Am Wochenende 14./15. Mai spendete Pfarrer Thilo Wilhelm, bischöflicher Personalreferent, 57 Firmlingen das Sakrament der Firmung. Die Gottesdienste standen unter dem Motto „Mauern einreißen, Frieden aufbauen“.

Dieses ist ein endloses Thema, denn letzten Endes kann Frieden auch ein anderes Wort sein für Gott. Um die Nähe Gottes zu spüren, müssen immer wieder Mauern eingerissen werden. Und es stimmt auch, je mehr wir von Gott erfahren, desto tiefer erkennen wir, dass wir noch nicht viel wissen und nur gemeinsam dem Geheimnis der Liebe und des Friedens Gottes näherkommen können.

Wir wünschen den Firmlingen, dass es ihnen gelingt, mit der nötigen Lebensfreude auf diesem Weg weiter zu kommen.

Pfarrer Lanvermeyer schreibt:

Liebe Gemeinde,

die großen Veränderungen der Stellung und Aufgabe der Kirche bringen auch Veränderungen der Kirche vor Ort. So hat das Bistum Osnabrück den Rahmen eines Gesprächsprozesses für Papenburg umschrieben. Zunächst bedeutet dies für die Pfarrei St. Michael:

  1. Pfarrer Lohe beendet seinen Dienst zum 1.10.22. Zeitgleich beginnt Pastor Pohlmann, der nicht Pfarrer wird.
  2. Die Pfarrerposition wird nicht besetzt. Pfarradministrator wird Franz Bernhard Lanvermeyer.
  3. Die Struktur der Pfarreien wird vorläufig nicht verändert.
  4. Das Hauptamtlichenteam von St. Michael bleibt ein eigenes Team. Die Vorgesetztenfunktion übernimmt der Pfarradministrator. Der „Arbeitsalltag“ des Teams und seine Zusammenarbeit sind im Prozess zu klären.
  5. Die rechtlich-administrative Verantwortung wird in St. Michael verstärkt in ehrenamtliche Hände gelegt. (z.B. 1. Vorsitz im KV, Teamlösungen, Projektverantwortlichkeiten…) Das muss klar sein und von den Ehrenamtlichen auch innerlich angenommen werden.

In einem 6. Punkt wird die Entwicklung für die kommenden Jahre in der Stadt Papenburg ins Auge gefasst:

  1. Die pastorale Entwicklung (Schwerpunkt Pfarrgemeinderäte und Hauptamtlichenteams) ist im größeren Horizont des Sozialraums/der Kommune Papenburg zu denken. Daher wird im Laufe des Prozesses auch gemeinsam mit den anderen Gremien und Hauptamtlichenteams zu arbeiten sein.

Eine verstärkte Kooperation zwischen den drei Pfarreien St. Amandus, St. Michael und St. Antonius in der Stadt wird eingefordert. Die Perspektive des „gemeinsamen Denkens für ein kirchliches Leben in Papenburg“ wird in Zukunft im Vordergrund stehen. In Punkt 7 wird ein Zeithorizont von 4-5 Jahren umschrieben, also die Dauer bis zur übernächsten Wahl der Gremien von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand im Jahr 2026.

„Kirche sein in Papenburg“ unter den sich verändernden Rahmenbedingungen wird die Herausforderung für die kommende Wahlperiode von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand, die im November diesen Jahres neu gewählt werden.

Ihr

F.B. Lanvermeyer, Pfarrer

Interview anlässlich der Schlüsselübergabe

Wie kam es zu der Entwicklung des Quartiers St. Josef? Wo gab es besonderen Abstimmungsbedarf? Was sind die Chancen? Der Moderator Ludger Abeln sprach in mehreren kurzen Talkrunden anlässlich der feierlichen Schlüsselübergabe in der St. Josef-Kirche mit Beteiligten.

Video und Schnitt: Jürgen Eden/St. Lukas-Heim

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Video: Schlüsselübergabe im Quartier St. Josef

Für wen sind die Angebote im Quartier St. Josef bestimmt? Das Umfeld der Papenburger St. Josef-Kirche hat sich in den vergangenen Jahren durch Bautätigkeiten, aber auch inhaltlich stark verändert. Das Ende der handwerklichen Arbeiten wurde durch eine Schlüsselübergabe am 13. Mai besiegelt. Einblicke geben die vier Projektpartner mit diesem Filmbeitrag: Die Katholische Kirchengemeinde St. Antonius, das St. Lukas-Heim, die Unterm Regenbogen – Katholische Kindertagesstätten GmbH und der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer. (Fotos und Text: J. Eden)

Video und Schnitt: Jürgen Eden/St. Lukas-Heim

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Pressemitteilung

Einen Neuanfang wagen

Daniela Engelhard, Leiterin „Forum am Dom“, Osnabrück, schreibt:

Gerade hatten wieder negative Schlagzeilen über die katholische Kirche in der Zeitung gestanden. Da traute ich meinen Ohren nicht, als mich wenige Tage später im Forum am Dom ein Anruf erreichte. Die Stimme eines jungen Mannes war zu hören. Er wolle in die Kirche eintreten. Wie das denn ginge und ob er dabei begleitet würde. Er nannte seine Beweggründe und ich sicherte ihm gerne Unterstützung zu.

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Neues aus dem Quartier

Inzwischen hat es wieder ein paar neue Einblicke im Quartier St. Josef gegeben. Etwas länger ist schon der Kreuzweg in der Kirche fertig und rechtzeitig zur Schlüsselübergabe am vergangenen Freitag wurde der Vorplatz zwischen der Wohnassistenz und dem Gemeindehaus ansehnlich gestaltet.

Aus der Kirchenvorstandssitzung vom 10.5.

Zu Beginn der Sitzung haben wir einen Rundgang außen um das Quartier machen können, um ein Bild von den fertiggestellten Außenanlagen zu gewinnen.

Anschließend haben wir die Räumlichkeiten in der Kirche und in den Gemeinderäumen in Augenschein genommen. Die Arbeiten sind nahezu fertiggestellt. Hier und da sind noch Handwerker am Werk.

Am 13. Mai 2022 findet die Schlüsselübergabe im Quartier statt und am Sonntag, den 10.Juli 2022 feiern wir das große Quartiersfest mit einem Pfarrfest, dem Tag der offenen Tür aller Gebäude im Quartier sowie die Einweihung der Räumlichkeiten mit dem Bischof.

Pfarrer Lanvermeyer berichtet über die Arbeit im Kirchengemeindeverband für Kindertagesstätten in Papenburg.

Auch haben wir uns über die im November anstehenden KV- und PGR-Wahlen unterhalten und über die Bereitschaft der einzelnen KV-Mitglieder zum Weitermachen.

Leuchttafel „Quartier St. Josef“

Fertig montiert ist inzwischen auch die Leuchttafel bei St. Josef, auf der die Einrichtungen des Quartiers benannt werden: Kirche St. Josef im Vosseberg, Kita St. Josef, Wohnassistenz des St. Lukasheimes, Soziales Kaufhaus und Papenburger Tafel des SKFM.

Zu Beginn der Quartiersplanungen wurde auf einer Gemeindeversammlung heftig über das Aussehen eines Hinweisschildes diskutiert. Die jetzige Lösung dürfte wohl weitgehend Gefallen finden.

Anmerkung: Sollten Sie mal im Dunkeln daran vorbeifahren – am „Leuchten“ wird noch gearbeitet! ;-)

Papst äußert sich zu LGBT*-Menschen

Papst Franziskus hat sich in einem Interview zu seiner Einstellung zu homosexuellen Menschen und weiteren Personen der LGBT-Community geäußert. Demnach werden diese Menschen nicht „von der Kirche“, sondern von „Menschen in der Kirche“ abgelehnt, schrieb er dem US-amerikanischen Portal „Outreach“. Auf die Frage, was er „einem LGBT-Katholiken, der sich von der Kirche abgelehnt fühlt“, sagen wolle, schrieb Franziskus: „Die Kirche ist eine Mutter und ruft alle ihre Kinder zusammen.“

*LGBT ist eine aus dem englischen Sprachraum übernommene Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender (lesbisch, schwul, bisexuell und transgender).