Mitarbeiterkreis St. Josef

Von der Volkskirche zur Entscheidungskirche.

Am So., 5.9.21 hat sich der Mitarbeiterkreis in einer feierlichen Runde von der aktiven Mitarbeit in der Gemeinde zurückgezogen. An diesem Tag wurde viel über die Arbeit in der Vergangenheit erzählt, v.a. von den Hilfstransporten nach Polen und Russland und alle betonten die Erfüllung, die diese Arbeit für das Leben aus dem Glauben gebracht hat. Manches war in der „Volkskirche“ auch mehr oder weniger selbstverständlich.

Pfarrer Lanvermeyer hatte so auch ein ganz herzliches Dankeschön für die geleistete Arbeit, z.B. Sorge um die Weihnachtskrippe und den Weihnachtsschmuck, Kaffee/Kuchen/Waffeln beim Internationalen Fest und Bauernmarkt, Mithilfe beim Fronleichnamsfest, Unterhaltung des Verkaufsanhängers …, dazu das tatkräftige Anpacken bei einzelnen Veranstaltungen.

Im Augenblick spüren wir sehr deutlich, dass die Kirche auf dem Weg ist von einer „Volkskirche“ zu einer „Entscheidungskirche“. Darum ist es auch spannend, wie manche Arbeiten aus dem Mitarbeiterkreis wohl weitergeführt werden können, sofern sie wichtig sind für das Gemeindeleben in Zukunft. Da hilft unser Jahresmotto: Du bist wichtig!

Der Reisepass des Gastarbeiters

Heinrich Möller war 45 Jahre alt, sprach Plattdeutsch, lebte in Glandorf und wollte über Zwolle nach Amsterdam – damals vor über 100 Jahren. Er war ein sogenannter Hollandgänger, ein Gastarbeiter aus Deutschland, der im Nachbarland seine Familie ernähren wollte.

Sein Reisepass, aus dem das alles hervorgeht, ist im Pfarrarchiv von Steinbild im Emsland gefunden worden. Derzeit ist das Archiv in Osnabrück, um geordnet und durchgeschaut zu werden. Darum kümmert sich Sonja Drehlmann, die im Video auch noch das kleine Rätsel anspricht, das zu diesen Reisepass gehört … Eine neue Folge aus der Video-Reihe „Abenteuer im Osnabrücker Bistumsarchiv“!

Baustellengottesdienst in St. Josef

Im Abstand von zwei Wochen findet in St. Josef sonntags um 10.00 Uhr ein sog. Baustellengottesdienst statt. Entweder, je nach Witterung, im Freien oder mitten in der „Baustelle“ Kirche. So sah die Feier mit ca. 100 Personen am 12.9., aus:

Foto: Stephanie Schulte-Jacobs

So sieht es auf der Baustelle im Vosseberg aus

Neugestaltung von Sakralraum und Gemeindezentrum schreitet voran

Seit zehn Wochen laufen die Arbeiten zur Neugestaltung von Sakralraum und Gemeindezentrum St. Josef in Papenburg. Ein Blick in die Baustelle im Gotteshaus im Vosseberg.

Auf dem Altar liegt eine Architekturzeichnung. Sie zeigt das künftige Gesicht des Innenraums der Kirche. Erste bauliche Veränderungen, die sich aus dem Papier ablesen lassen, sind bereits erkennbar. Neben dem Chorraum ist eine Mauer eingezogen worden. Dahinter fällt Licht durch zwei Durchbrüche, die in die Außenmauer der Kirche getrieben wurden. Hier entstehen neue Eingänge. Der eine führt direkt in das Gotteshaus, der andere in die neue Sakristei.

Entlang der bereits errichteten Mauer wird der Kirchenraum verkleinert. Dahinter entsteht die neue Sakristei.

Entlang der Reihe der gemauerten Steine zeichnet sich die Verkleinerung des Sakralraums ab. Wo einst Organist sowie Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores ihren Platz hatten, entsteht die künftige Sakristei. Zur Abtrennung wird eine hell gehaltene Holzwand eingezogen. Diese setzt sich an der rechten Seite des Altarraums fort. Hinter dieser Flucht entstehen ein Beichtraum und Lagermöglichkeiten. Mit der Neugestaltung wird der Kirchenraum um rund die Hälfte auf 250 Sitzplätze verkleinert.

Weitere Veränderungen sind im Gemeindezentrums sichtbar. Dieses erhält im Zuge der energetischen Sanierung eine moderne Beheizung und eine verbesserte Dämmung, die sich nicht nur im Mauerwerk, sondern ebenfalls in der Verglasung der Fenster widerspiegelt. Zum Teil erfahren die Räumlichkeiten auch einen neuen Zuschnitt.

Das betrifft vor allem die „Tenne“ als den bisher größten Versammlungsraum in St. Josef. Dieser bildet künftig die Schnittstelle zur Wohnassistenz des St.-Lukas-Heimes, die in unmittelbarer Nachbarschaft entsteht. Der Komplex der Wohnassistenz ist über einen eingeschossigen Verbindungstrakt direkt an das Gemeindezentrum angedockt. Der Rohbau ist weitgehend fertiggestellt. Den Weg durch die Baustelle begleiten allerdings noch zahlreiche Stützen und Träger.

Im Inneren des Gemeindezentrums bildet die komplett entkernte „Tenne“ das Verbindungsglied zum Freizeitraum der Wohnassistenz des Lukasheims.

Hinter denen eröffnet sich die „Tenne“ als entkernter, freier Raum. So hat bereits die Teeküche ihren Platz geräumt. Und die beiden ehemaligen Fassaden sind komplett zurückgebaut. Die Außenseite erhält eine Fensterfront mit einem Zugang zu einer Terrasse. Im Innern wird ein bewegliches Wandelement eingezogen, das die „Tenne“ und den benachbarten Freizeitraum der Wohnassistenz trennt. Bei Bedarf kann durch die Verbindung der beiden Räumlichkeiten ein rund 180 Quadratmeter großer Saal für Treffen, Zusammenkünfte und Versammlungen vielfältiger Art geschaffen werden.

Von außen schließt ein Flachbautrakt der Wohnassistenz an das Gemeindezentrum St. Josef an.

Rund 1,1 Millionen Euro nimmt die Pfarrei St. Antonius für die Erneuerung von Sakralraum und Gemeindezentrum St. Josef in die Hand. Mit dem Projekt soll das Ensemble von Kirche, Pfarrhaus und Gemeindezentrum, das seit der Einweihung im Jahr 1973 in nahezu unverändertem Zustand besteht, nach den Worten von Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer „fit gemacht werden für die nächste Generation“. Fördermittel fließen vom Bistum Osnabrück, dem Landkreis Emsland und der Stadt Papenburg. Die Neugestaltung von Kirche und Gemeindezentrum ist Element der Quartierentwicklung St. Josef, die unter anderem die Errichtung eines inklusiven Kindergartens, den Umzug des Sozialen Kaufhauses in das „Haus Regenbogen“ sowie den Neubau der Wohnassistenz des St.-Lukas-Heimes umfasst.

Bezüglich der Neugestaltung des Kirchenraums St. Josef hofft die Kirchengemeinde darauf, mit Beginn des neuen Kirchenjahres am ersten Advent, 28. November, wieder in das Gotteshaus einziehen zu können. Übergangsweise finden in St. Josef alle zwei Wochen sonntags um 10 Uhr „Baustellengottesdienste“ in der Kirche beziehungsweise unter freiem Himmel auf der Wiese im rückwärtigen Bereich des Gotteshauses statt. Die nächsten Termine in diesem Monat sind am 12. September und am 26. September.

Text und Fotos: Klaus Dieckmann. Siehe auch Ems-Zeitung vom 11.9.2021

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Aus der letzten KV-Sitzung: Zum Zeitplan der Fertigstellung für die Neugestaltung der St.-Josef-Kirche konnten seitens des Architekten vor dem Hintergrund der Corona bedingten Entwicklungen keine konkreten Aussagen getroffen werden. Ziel der Pfarrei bleibt nach wie vor eine Wiedereröffnung in St. Josef zum Beginn des neuen Kirchenjahrs am 28. November.

Züge stören nicht beim Lernen

165 Jahre alt ist der ehemalige Bahnhof in Papenburg. Nun sitzen dort zukünftige Pflegekräfte auf der Schulbank. Die ersten Auszubildenden zogen vor einem Jahr ein – nach Umbau und Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes. Aus dem Bahnhof wurde die Pflegeakademie St. Anna des Marien-Hospitals.

Der „Kirchenbote“ berichtet.

Gelsenkirchener Wunderorgel hat neues Zuhause

„20 Jahre lag die riesige Orgel aus dem alten Hans-Sachs-Haus in einem Depot. Jetzt spielt sie wieder, im 200 Kilometer entfernten Papenburg.“

In der Nachrichten-Rubrik des WDR erzählt der Redakteur Jan Akkermann die Geschichte der Walcker-Orgel.

Von Gelsenkirchen nach Papenburg

Der WDR berichtet in seiner Sendung „Lokalzeit RUHR“ über den Umzug der Walcker-Orgel von Gelsenkirchen nach Papenburg bis zum Festgottesdienst in St. Antonius in dieser Woche. Das Video ist bis zum 17.9. verfügbar.

Pfarrer Lanvermeyer schreibt:

Liebe Gemeinde,

wer schon einmal eine neue Sprache gelernt hat, weiß, dass es einen großen Unterschied macht, eine Sprache zu verstehen und eine Sprache zu sprechen. Viele können zum Beispiel Platt verstehen, trauen sich aber nicht, selber in Plattdeutsch zu sprechen. So ist es auch mit der Sprache des Glaubens. Viele sind vertraut durch den Religionsunterricht und den Gottesdienstbesuch mit der Sprache des Glaubens, aber selber über den Glauben zu sprechen, fällt ihnen schwer.

Mit der Aktion „Menschen verkünden das Wort“ nimmt das Bistum die letztjährige Aktion auf, als besonders Frauen eingeladen waren, im Gottesdienst ihre Sprache des Glaubens zu finden. An den kommenden beiden Sonntagen nehmen wir diese Aktion zum Anlass, wenn an diesem Wochenende sich der neue Pastoralassistent Tobias Laubrock in den Gottesdiensten vorstellt und am darauffolgenden Wochenende Frau Schmidt-Weihrauch und Sr. Sponsalis in den Gottesdiensten die biblischen Texte auslegen.

Die Idee ist, in der Zukunft an einem Sonntag im Monat in St. Antonius zu einer Auslegung der biblischen Texte durch Mitglieder der Gemeinde zu kommen. Dazu wollen wir eine Ausbildung in der Pfarrei anbieten. Wer Interesse an einem solchen Dienst hat, möge mich bitte ansprechen.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen

Ihr F. B. Lanvermeyer – Pfarrer –

P.S. An diesem und am kommenden Sonntag ist der 11.00 Uhr Gottesdienst auf 10.00 Uhr vorverlegt, wegen der Erstkommunionfeiern. Wenn es Ihnen möglich ist, bitte ich Sie, diese Messen für die Erstkommunionkinder und ihre Familien zu lassen, um den Coronaauflagen entsprechen zu können.

Erstkommunion 2021

Ich habe dich in meine Hand geschrieben – du bist wichtig!“

Nun ist es endlich soweit. An den beiden Wochenenden (12.9. und 19.9.) feiern 58 Kinder unserer Pfarrei ihre Erstkommunion. Aufgrund des Umbaus in St. Josef finden die beiden großen Gottesdienste um jeweils 10.00 Uhr in St. Antonius statt. Allen Kindern und ihren Familien wünschen wir Gottes Segen!

Voranzeige:

Erstkommunion 2022

Die Vorbereitung für die Erstkommunion 2022 beginnt nach den Herbstferien. Eingeladen sind alle Kinder der 3. Klasse, die katholisch getauft sind oder es noch werden wollen. Die beiden Elternabende finden am Dienstag, 21.9. in der Aula des Niels-Stensen-Hauses statt: entweder um 19 Uhr oder um 20.15 Uhr. Auch wer keine schriftliche Einladung erhalten hat, ist herzlich eingeladen, zu einem der beiden Termine zu kommen.

So famos klingt die Walcker-Orgel in Papenburg

Die Ems-Zeitung berichtet am 10.9.21 in ihrer Print-Ausgabe:

„Papenburg. Mit einem fulminanten Konzert fast genau ein Jahr nach ihrer Einweihung ist die Walcker-Orgel in der St.-Antonius-Kirche in Papenburg nun offiziell eröffnet worden.

Bei spätsommerlichem Kaiserwetter streben am frühen Donnerstagnachmittag zahlreiche Menschen über den Kirchenvorplatz zu einem Seiteneingang des „Langen Anton“. Sie lechzen nicht nach Schatten, sondern nach einem besonderen Musikerlebnis. Kein Wunder: Zweimal musste das Eröffnungskonzert für die berühmte Walcker-Orgel in Papenburg pandemiebedingt verschoben werden…“

Text und Foto: Gerd Schade