Aufbrechen – Miteinander

Jetzt haben wir schon über einen Monat Krieg in der Ukraine. Die Nachrichten und Bilder, die wir täglich hören und sehen, erschüttern mich nach wie vor sehr. Ebenso die Schicksale der Menschen, die ihr Hab und Gut, ihr Zuhause oder einen geliebten Menschen verloren haben. Hinzu kommen die Menschen, die auf der Flucht sind. Eine Flucht ins Ungewisse, voller Gefahren und Ängste, was die Zukunft bringen mag, ob es ein Wiedersehen für die Menschen gibt oder ob es für immer sein wird.

Jedes Mal denke ich darüber nach, wie gut es uns hier doch geht. Auf der anderen Seite merke und spüre ich, wie einige Leute unzufriedener werden. Sie beklagen und beschweren sich über Dinge, die unbedeutend und belanglos sind, was mich letztendlich auch mit runter zieht…. Doch dann bin ich froh und auch beeindruckt zu sehen, was alles in unserem Umfeld geschieht. Da sind die Geld- und Sachspenden, Organisationen, die Hilfsgüter versenden, Friedensgebete, Friedensmärsche, Menschenketten für den Frieden und auch Familien, die Flüchtlinge aufgenommen haben. Hier spüre ich ein „Aufbrechen“ und vor allem ein „Miteinander“. Augenblicke wie, wenn wir einen Termin zu einem Treffen vereinbaren und gefragt wird „… können wir uns etwas später treffen, ich möchte erst zum Friedensgebet gehen…“ oder ich gefragt werde „… und hast du schon gespendet?…“ oder mir erzählt wird „ … wir haben zuhause Flüchtlinge aufgenommen….“, finde ich schön. Dies gibt mir doch ein Gefühl der Verbundenheit und baut mich wieder auf.

…… und du, hast du auch schon etwas unternommen? Anja Halfwassen