Ems-Zeitung

Ausgabe vom 23.12.2017
Seite 25
Ressort Lokales

Wünsche zum Weihnachtsfest: Raum zum Leben in der Liebe Gottes – Haus Arche als Beispiel für Gastfreundschaft

Papenburg. Vor gut 2000 Jahren wurde Jesus in Bethlehem geboren. In ihm zeigt Gott uns, dass er mit seiner Liebe in uns allen lebendig ist. Unvorstellbar! Deshalb ist jeder Mensch, wo auch immer auf der Welt, einmalig und bedeutsam. Wir alle brauchen „Räume“, in denen wir dieses erfahren können. Die Weihnachtsgeschichte kann uns eine Hilfe sein, diese Räume zu erkennen.

Zunächst ist da die Maria. Sie erkennt eines Tages, dass Gott etwas mit ihr vorhat. Auch mit jedem von uns hat Gott etwas vor. Maria bespricht das Problem mit Josef. Dieser ist anfangs nicht so begeistert. Aber dann erkennt er seine Verantwortung und nimmt Maria, die ein Kind erwartet, zur Frau. So schaffen sie zusammen Raum zum Leben. Vielleicht hat Josef Maria auch eine Blume geschenkt als Zeichen der Freude. Auch wir haben Raum zum Leben, wenn wir verantwortungsvoll unsere Chancen nutzen. Und dann ist ein Geschenk ab und zu auch gar nicht so verkehrt.

Wie bei Maria und Josef kommt es auch im Leben öfter anders als erwartet. Dann gilt es, weitere Räume zum Leben zu suchen. Nicht selten bekommen wir dabei Hilfe von anderen.

Eventuell haben die Soldaten, die zur Volkszählung aufriefen, dem jungen Paar Adressen für eine Unterkunft in Bethlehem mitgegeben. In Bethlehem treffen Maria und Josef nach längerem Suchen einen Wirt, der ihnen einen Stall zur Verfügung stellt. Vielleicht haben sie auch noch etwas Brot und ein wenig Wasser bekommen. Gastfreundliche Menschen gibt es immer wieder. Denken wir beispielsweise nur an das Haus Arche in der Stadt Papenburg, das immer offen ist für Menschen, die eine Unterkunft suchen.

In dem Stall, den der freundliche Wirt zur Verfügung stellt, wird Jesus geboren. Das ist ein Wunder! Nicht selten erfahren auch wir in kleinen und unerwarteten Ereignissen etwas Unerklärliches. Wer es kann und es wagt, kann darin etwas von der Liebe Gottes erkennen. In diesem Sinn kann Bethlehem überall und immer wieder sein. Nicht selten sind die schönsten Augenblicke an einem Tag die Augenblicke, in denen wir staunen und schweigen, zum Beispiel bei einem Händedruck.

In der Weihnachtsgeschichte kommen zunächst die Hirten, einfache Menschen, Menschen wie wir, zum Stall und bringen etwas zum Essen und Trinken mit oder auch ein wenig Holz für ein wärmendes Feuer, weil sie einen Raum zum Leben gefunden haben.

Später kommen die Heiligen Drei Könige, auch Menschen wie wir, mit Gold, Weihrauch und Myrrhe. Sie finden für die Zukunft ebenfalls Raum zum Leben, indem sie auf einem anderen Weg in ihr Land zurückkehren.

Wir wünschen ein Weihnachtsfest, das mithilfe der Weihnachtsgeschichte Raum zum Leben schenkt, in dem wir erkennen, dass Gott für uns alle da ist und mit uns allen eine Zukunft gestalten möchte, in der Frieden und Lebensfreude immer mehr Wirklichkeit werden.